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Atemschutz

Mit Atemschutzmasken Schadstoffe filtern

Atemschutzmasken gehören zum Arbeitsschutz und nehmen eine besondere Rolle ein. Die Gefahr, die mit dem Einatmen von Schadstoffen einhergeht, wurde verhältnismäßig spät erkannt. Grund ist, dass Erkrankungen der Atemwege oftmals erst als Spätfolge in Erscheinung treten. Lungenkrebs oder Asbestose gehören zu den häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland. Feine Stäube, wie Quarz oder Asbest, dringen tief in die Lunge ein und lagern sich dort ab. Daher ist das Tragen von Atemschutzmasken heute in belasteten Umgebungen Pflicht.

Die Auswahl an Atemmasken ist ebenso so groß wie die Liste der Schadstoffe. Gerne beraten wir Sie und finden, nach einer Beschreibung Ihrer Situation, den passenden Atemschutz. Dafür bieten wir ein breites Sortiment etablierter Hersteller, darunter 3M, Dräger, Moldex, Sundström und Ekastu. Zusammen mit unseren anderen Produkten aus dem Bereich Arbeitsschutz sind Sie damit bestens für jede Gefahr gerüstet.

Wofür werden Atemschutzmasken angewendet?

Atemschutzmasken finden vor allem auf Baustellen, im Handwerk und in der Industrie Anwendung. Aber auch andere Bereiche, wie die Landwirtschaft oder die Forschung, profitieren von der Schutzwirkung. Wir haben für Sie die gängigen Einsatzbereiche zusammengefasst und aufgelistet.

Bau und Sanierung
- Schutz beim Schleifen, Schneiden, Bohren und Gießen sowie bei Abbrucharbeiten
- Schadstoffe: Asbest, Schimmelpilz und Baustaub durch z. B. Beton oder Zement

Maler- und Lackierarbeiten
- Schutz beim Spritzen, Lackieren, Streichen, Rollen und Schleifen
- Schadstoffe: Farbpartikel, Farbnebel, Lösemitteldämpfe und Lackdämpfe

Metallverarbeitung
- Schutz beim Löten, Schweißen, Nieten, Schleifen, Schneiden und Galvanisieren
- Schadstoffe: Metallstaub, Roststaub, Metallrauch, Schweißrauch und Ozon

Holzverarbeitung
- Schutz beim Kleben, Schleifen, Bohren und Entfernen von Farbe oder Klebstoff
- Schadstoffe: Holzstaub, Farbpartikel, Lösemitteldämpfe und Klebstoffnebel

Reinigung und Entsorgung
- Schutz beim Hochdruckreinigen, Ausfegen, Entfetten und Desinfizieren
- Schadstoffe: Seifenlauge, Säuren, Lösemitteldämpfe, Bakterien und Schimmelpilz

Welche Arten von Atemschutzmasken gibt es?

In Sachen Atemschutz wird zwischen Geräten unterschieden, die von der Umgebungsluft entweder abhängig (Filtergeräte) oder unabhängig (Isoliergeräte) sind. Bei Isoliergeräten wird die Luftzufuhr über tragbare Sauerstoffflaschen oder festinstallierte Frischluftleitungen sichergestellt. In den meisten Fällen sind Filtergeräte bzw. normale Atemschutzmasken ausreichend, solange genügend Sauerstoff vorhanden ist. Um für eine ausreichende und ungefährliche Atemluftzufuhr zu sorgen, wird die Luft durch die Filtergeräte dem Namen entsprechend gefiltert. Die Atemschutzmasken lassen sich dabei nach dem Grad der Schutzleistung unterteilen. Praktisches Atemschutz-Zubehör, wie Tragedosen, Reinigungstücher oder Spritzschutz, sorgen für eine noch bequemere Anwendung.

- Staubmasken sind einmalig verwendbar und bieten Schutz vor Partikeln
- Halbmasken und Vollmasken nutzen Atemschutzfilter gegen Partikel sowie Gase
- Atemschutzgeräte wie Gebläse unterstützen die Atmung des Trägers

Staubmasken gegen Partikel in drei FFP Klassen

Staubmasken sind vorgeformte Atemschutzmasken, die für die Dauer einer Arbeitsschicht getragen und dann entsorgt werden. Dadurch ist die Verwendung von Staubmasken, verglichen mit wiederverwendbaren Atemschutzmasken, besonders zeitsparend und hygienisch. Optionale Atemventile erleichtern das Ausatmen beim Tragen der Staubmasken. Insbesondere am kritischen Nasenbereich sollte auf einen dichten Sitz geachtet werden. Eine ergonomische Form und eine individuell einstellbare Bänderung sorgen für einen hohen Tragekomfort.

Die Staubmasken filtern ausschließlich partikelförmige Schadstoffe. Liegen gesundheitsgefährdende Gase und Dämpfe vor, müssen Halbmasken oder Vollmasken mit entsprechendem Gasfilter oder Kombinationsfilter verwendet werden. Um zu bestimmen, wie effektiv die Partikel durch die Staubmasken gefiltert werden, gibt es drei sogenannte FFP Schutzklassen. Die Wahl ist demnach abhängig vom vorliegenden Schadstoff sowie von dessen Konzentration.

Schutzklasse FFP1
- Mindestens 80 % der Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm werden gefiltert
- Zulässig für eine 4-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
- Ausschließlich für ungiftige Stäube wie Zellstoff, Kalkstein, Pollen, Getreide

Schutzklasse FFP2
- Mindestens 94 % der Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm werden gefiltert
- Zulässig für eine 10-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
- Geeignet für gefährdende Stäube u. a. Beton, Holz, Metall, Lack, Kunststoff

Schutzklasse FFP3
- Mindestens 99,5 % der Partikel bis zu einer Größe von 0,6 μm werden gefiltert
- Zulässig für eine 30-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes
- Schützt vor giftigen, krebserregenden Stäuben, Asbest, Schimmelpilz und Viren

Wiederverwendbare Halbmasken und Vollmasken

Halbmasken und Vollmasken gehören zu den wiederverwendbaren Atemschutzmasken. Nach Gebrauch werden diese gereinigt und der angebrachte Atemschutzfilter wird erneuert. Diese Atemschutzmasken sind somit deutlich rentabler als Staubmasken. Durch die variabel einsetzbaren Atemschutzfilter können die Halbmasken und Vollmasken zudem vor jedem Schadstoff Schutz bieten. Dank des Materials und der Form dichten die Atemschutzmasken optimal ab.

Halbmasken bedecken die Mund- und die Nasenpartie. Oftmals sind sie je nach Gesichtsform in verschiedenen Größen erhältlich. Innerhalb praktischer Atemschutz-Sets werden Halbmasken in Kombination mit passendem Atemschutzfilter je nach Anwendungsgebiet angeboten. Vollmasken bedecken zusätzlich die Augenpartie mit einem Visier und werden oft getragen, wenn Ganzkörperschutz nötig ist. Für gelegentlichen Augenschutz kann eine Halbmaske auch mit einer separaten Schutzbrille kombiniert werden. Gute Halbmasken und Vollmasken zeichnen sich durch einen geringen Atemwiderstand, einen hohen Tragekomfort und einen sicheren Halt aus.

Atemschutzgeräte von Gebläse bis Druckluft

Geräte wie Atemschutzgebläse sind für erschwerte Bedingungen konzipiert. Selbst modernste Atemschutzmasken können den Atemwiderstand nicht so gering halten, dass das Atmen so leicht fällt wie ohne Maske. Atemschutzgebläse umgehen den Atemwiderstand, indem der Träger mit einem kontinuierlichen Luftstrom versorgt wird. Bei langen, schweren oder warmen Arbeiten wird dadurch die Atmung unterstützt. Die Atemluft wird, wie bei den Atemschutzmasken, zuvor durch Atemschutzfilter von den Schadstoffen befreit. Durch einen Schlauch gelangt die saubere Luft zu einem variablen Kopfteil. Je nach Bedarf kann ein Helm, eine Haube oder ein Visier getragen werden. Einige Atemschutzgebläse lassen sich auch mit Halbmasken oder Vollmasken kombinieren.

Atemschutzgebläse sind von der Umgebungsluft abhängig und dank Batteriebetrieb überall einsetzbar. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass durch die Kopfteile nicht nur die Atmung, sondern auch der Kopf, das Gesicht und die Augen geschützt werden. Wenn Atemschutz unabhängig von der Umgebungsluft erforderlich ist, profitieren Druckluft-Atemschutzgeräte von denselben Vorteilen. Die Luft wird von außen durch einen Kompressor zugeführt. Ein Luftdruckregler stellt den Luftstrom individuell ein. Mit Zubehör kann die Luft erwärmt oder gekühlt werden.

Atemschutzfilter gegen Partikel, Gase und Dämpfe

Atemschutzfilter sind das Kernstück der Atemschutzmasken, denn ohne den Filter wird keine Schutzwirkung erzielt. Welcher Atemschutzfilter der Richtige ist, entscheidet sich je nach vorliegendem Schadstoff in der Atemluft. Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen Partikelfilter, Gasfilter und Kombinationsfilter. Jeder Atemschutzfilter verrät durch eine einheitliche Farbkodierung, für welchen Schadstoff er geeignet ist.

- Partikelfilter filtern Aerosole wie Staub, Fasern oder Mikroorganismen
- Gasfilter schützen vor Gasen und Dämpfen wie Ammoniak, Chlor oder Quecksilber
- Kombinationsfilter vereinen die Funktion von Partikelfilter und Gasfilter

Eine weitere Einordnung der Atemschutzfilter findet hinsichtlich ihrer Kapazität statt. Neben der zugelassenen Schadstoff-Klasse beschreiben drei Filterklassen die Aufnahmefähigkeit der Atemschutzfilter. Diese Kapazität bzw. Effizienz ist im Rahmen der Schadstoff-Konzentration zu beachten.

Wie lange Atemschutzfilter genutzt werden können, ist nicht zu verallgemeinern und hängt von den Umständen ab. Meist sind ein spürbarer Geschmack oder Geruch sowie ein zunehmender Atemwiderstand ein Zeichen für einen anstehenden Filterwechsel. Je nach Hersteller variiert die Befestigungsmethode an den Atemschutzmasken. Durch normierte Gewinde oder entsprechende Filteradapter ist jedoch auch eine herstellerübergreifende Nutzung möglich.

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